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Google lockert Datenschutz: Gmail- und Fotos-Daten für Werbung im AI Mode

Google hat am 16. Oktober 2026 eine Ausnahme in seiner Datenschutzrichtlinie eingeführt. Wer Drive, Gmail oder Fotos mit Personal Intelligence verbindet, dessen Daten können nun für personalisierte Werbung genutzt werden.

· Kinewz-Redaktion

Was ist passiert?

Die Änderung betrifft Nutzer, die Drive, Gmail oder Google Photos mit AI Mode und anderen Search-Tools über die Funktion Personal Intelligence verbunden haben. Bisher sagte Google unqualifiziert zu, keine personalisierten Anzeigen auf Basis von Inhalten aus Drive, Gmail oder Fotos zu zeigen. Nun gilt diese Zusage mit einer Ausnahme.

Die Ausnahme betrifft Informationen, die du aktiv mit berechtigten Diensten teilst. Werbepartner erhalten dabei keinen Zugriff auf deine Drive-, Gmail- und Fotos-Inhalte oder persönlich identifizierende Details.

Google zeigt außerdem keine Werbung basierend auf sensiblen Kategorien wie Rasse, sexueller Orientierung, Religion oder Gesundheit.

Smartphone mit geöffneter Gmail-App auf einem Tisch, daneben ein Notizbuch und eine Tasse Kaffee

Was sich ändert

Neue Ausnahme in der Richtlinie: Die vorherige Version der Datenschutzrichtlinie vom 12. Oktober 2026 sagte ohne Einschränkung, dass Google keine personalisierten Anzeigen basierend auf Inhalten aus Drive, Gmail oder Fotos zeigt.

Seit dem 16. Oktober 2026 gilt eine Ausnahme für Informationen, die du aktiv mit berechtigten Diensten teilst.

Personalisierte Werbung im AI Mode: Google hat begonnen, Anzeigen im AI Mode für Nutzer zu testen, die ihre Apps über Personal Intelligence verbunden haben.

Werbepartner erhalten dabei keine Einsicht in deine Inhalte oder persönlichen Daten. Allerdings können deine verbundenen Apps Google dabei helfen, Zusammenfassungen und Schlussfolgerungen auch zum Training generativer KI-Modelle zu verwenden.

Keine Werbung zu sensiblen Themen: Trotz der neuen Ausnahme zeigt Google keine Werbung basierend auf sensiblen Kategorien. Dazu zählen Rasse, sexuelle Orientierung, Religion oder Gesundheit. Diese Einschränkung bleibt bestehen.

Was das für private Nutzer bedeutet

Du kannst die Verbindung trennen: Du kannst verbundene Apps von der Personal Intelligence-Funktion trennen oder personalisierte Empfehlungen vollständig deaktivieren. Das Trennen einer App löscht allerdings nicht unbedingt Informationen, die Google zuvor im Suchverlauf gespeichert hat. Diese Daten können also weiterhin vorhanden sein.

Die Verbindung ist eingeschränkt: Die App-Verbindung ist auf Nutzer ab 18 Jahren in unterstützten Ländern beschränkt. Unterstützte Länder umfassen keine EU-Mitgliedstaaten, das Vereinigte Königreich oder die Schweiz. Wenn du in einem dieser Länder lebst, kannst du die Funktion derzeit nicht nutzen.

Laptop-Bildschirm mit Google-Suche und einem Schloss-Symbol auf dem Display, daneben ein Kalender

Für private Nutzer: Prüfe in deinen Google-Einstellungen, ob du Personal Intelligence aktiviert hast. Dort kannst du verbundene Apps trennen oder personalisierte Empfehlungen deaktivieren. Bedenke, dass das Trennen nicht rückwirkend alle gespeicherten Daten löscht.

Hintergrund und Einordnung

Die Änderung ist Teil einer breiteren Entwicklung: Google hat seine KI-Fähigkeiten im Laufe des Jahres 2026 ausgebaut, darunter ein KI-gestützter Gmail-Posteingang, der Nachrichten analysiert, um wichtige Informationen, Erinnerungen und anstehende Aufgaben hervorzuheben.

Die Ausnahme ist weit formuliert, doch der einzige konkrete Weg, den Google derzeit beschreibt, ist Personal Intelligence.

Die Funktion verbindet Gmail und Google Photos mit der Suche, damit der AI Mode seine Antworten zuschneiden kann, etwa indem er Restaurants auf Basis vergangener Reservierungen aus deiner E-Mail vorschlägt.

Google betont, dass Anzeigen nicht direkt auf deinem Gmail-Posteingang oder deiner Foto-Bibliothek basieren.

Die Suche kann jedoch weiterhin Zusammenfassungen, Auszüge und Schlussfolgerungen aus diesen Quellen nutzen, und Google ergänzt, dass dieselben Informationen verwendet werden können, um dir Anzeigen zu zeigen, die für dich noch hilfreicher sind.

Der Schritt fällt in eine Phase verstärkter Prüfung: Im September begann das Unternehmen, Google-Suchen und YouTube-Verläufe von Kanadiern zu analysieren, um deren Alter zu schätzen, was für manche Erwachsene eine Identitätsprüfung nach sich ziehen könnte.

Auch deutsche Datenschutzbehörden warnten in diesem Monat vor ähnlichen Werbeprofilen, die aus ChatGPT-Chats erstellt werden.

So gehst du jetzt vor

Wenn du wissen willst, ob deine verbundenen Apps bereits Einfluss auf Anzeigen haben, prüfe zuerst deine Einstellungen. In unterstützten Ländern findest du die Option unter Search Services Personalization in deinem Google-Konto. Google Workspace und Google Photos lassen sich dort separat trennen.

Personalisierte Anzeigen verwaltest du getrennt davon in My Ad Center. Dort kannst du steuern, ob und wie deine Interessen und Aktivitäten für Werbung genutzt werden.

  • Melde dich in deinem Google-Konto an und öffne die Einstellungen für Search Services Personalization.
  • Trenne dort Gmail, Google Photos und andere verbundene Apps, die du nicht für personalisierte Empfehlungen freigeben willst.
  • Prüfe anschließend in My Ad Center, ob personalisierte Werbung aktiviert ist, und passe sie bei Bedarf an.
  • Lösche Daten, die bereits im Suchverlauf gespeichert wurden, unter activity.google.com, wenn du nicht möchtest, dass sie weiter genutzt werden.

Bedenke, dass das Trennen einer App nicht automatisch alle Informationen löscht, die Google zuvor im Suchverlauf gespeichert hat. Diese Daten können weiterhin vorhanden sein und bis zu ihrer Löschung auch für das Training genutzt werden.

Worauf du achten solltest

Die App-Verbindung ist auf Nutzer ab 18 Jahren in einer Liste unterstützter Länder beschränkt. Diese Liste umfasst die USA und große Teile Lateinamerikas, Asiens und Afrikas. Kein EU-Mitgliedstaat ist enthalten, ebenso fehlen das Vereinigte Königreich und die Schweiz.

Die Ausnahme selbst ist Teil derselben globalen Datenschutzrichtlinie. In Europa würde sie erst relevant, sobald Google die Funktion dort startet. Ein zweiter Schritt folgt einem ähnlichen Muster: Seit dem 23. Oktober arbeitet Gemini Notebook als verbundene App innerhalb des Gemini-Chats.

Sie ist weltweit standardmäßig aktiv, bleibt im Europäischen Wirtschaftsraum jedoch aus, bis Nutzer sie einschalten.

Für vertrauliche Inhalte gibt Google auf der Hilfeseite einen klaren Hinweis: Du solltest deine Google-Inhalts-Apps nicht verbinden, wenn sie persönliche oder vertrauliche Informationen enthalten, die du nicht für das Training generativer KI-Modelle genutzt sehen möchtest.

Ein Teil der Daten geht zudem an menschliche Prüfer, darunter geschulte Dienstleister.

Bei einer kurzen oder besonders relevanten E-Mail kann die Zusammenfassung laut Google einfach die E-Mail selbst sein. Wenn du die Verbindung später trennst, bleiben bereits gespeicherte Daten in deinem Suchverlauf bestehen und können bis zur Löschung weiter für das Training verwendet werden.

Was mit deinen Daten beim Training passiert

Laut Hilfeseite nutzt Google die Zusammenfassungen und Schlussfolgerungen aus verbundenen Apps nicht nur für Anzeigen, sondern auch zum Training generativer KI-Modelle. Ein Teil dieser Daten geht zudem an menschliche Prüfer, darunter geschulte Dienstleister.

Bei einer kurzen oder besonders relevanten E-Mail kann die Zusammenfassung laut Google einfach die E-Mail selbst sein. Du solltest dir also bewusst machen, dass der Inhalt in solchen Fällen ungekürzt weiterverarbeitet werden kann.

So löschst du bereits gespeicherte Daten

Das Trennen einer App entfernt nicht automatisch, was Google zuvor im Suchverlauf gespeichert hat. Diese Daten können bis zu ihrer Löschung weiter für das Training genutzt werden.

  • Öffne activity.google.com in deinem Google-Konto.
  • Suche die gespeicherten Einträge aus Search Services History.
  • Lösche die Daten, die nicht weiter verwendet werden sollen.

Warum die Änderung außerhalb der EU greift

Die Ausnahme ist Teil derselben globalen Datenschutzrichtlinie, wird aber nur dort praktisch relevant, wo Google die Funktion gestartet hat.

Die Liste der unterstützten Länder umfasst die USA und große Teile Lateinamerikas, Asiens und Afrikas, jedoch keinen EU-Mitgliedstaat, das Vereinigte Königreich oder die Schweiz.

Ein zweiter Schritt folgt demselben Muster: Seit dem 23. Oktober arbeitet Gemini Notebook als verbundene App im Gemini-Chat.

Wann du die Verbindung besser vermeidest

Google gibt auf der Hilfeseite einen klaren Hinweis: Verbinde deine Google-Inhalts-Apps nicht, wenn sie persönliche oder vertrauliche Informationen enthalten, die du nicht für das Training generativer KI-Modelle genutzt sehen möchtest.

Prüfe vor dem Verbinden, welche Postfächer und Fotoalben tatsächlich betroffen wären. Für Inhalte, die du keinem Modell und keinen Prüfern zugänglich machen willst, ist das getrennte Konto die sicherere Wahl.

Was noch offen ist

Google hat begonnen, Anzeigen im AI Mode zu testen. Wie sich das genau auf die Werbeauslieferung auswirkt, ist noch nicht abschließend geklärt. Auch die Frage, welche Informationen genau als aktiv geteilt gelten, lässt sich den vorliegenden Angaben nicht entnehmen.

Beim Anbieter prüfen kannst du die aktuellen Einstellungen und Bedingungen.

KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde ganz oder überwiegend mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und ohne menschliche redaktionelle Prüfung veröffentlicht.

Was hat sich wirklich geändert?

Google führt eine Ausnahme in seiner Datenschutzrichtlinie ein: Inhalte aus Gmail, Drive und Fotos können für personalisierte Werbung genutzt werden, wenn du sie über Personal Intelligence mit AI Mode und anderen Search-Tools verbindest.

Was das für Sie bedeutet

Wenn du Personal Intelligence nutzt, können deine Gmail-, Drive- und Fotos-Inhalte für Werbung herangezogen werden. Du kannst die Verbindung trennen oder personalisierte Empfehlungen deaktivieren.

Möglicher nächster Schritt: check settings

Relevant für: KI-Anwender, Nutzer der kostenlosen Version, Zahlende Nutzer, Mobilnutzer, Desktop-Nutzer

Häufige Fragen

Erhalten Werbepartner Zugriff auf meine Gmail- oder Fotos-Inhalte?

Nein, Werbepartner erhalten keinen Zugriff auf Drive-, Gmail- und Fotos-Inhalte oder persönlich identifizierende Details. Google nutzt die Daten intern für die Werbeauslieferung, gibt sie aber nicht an Partner weiter.

Kann ich die Verbindung zu Personal Intelligence wieder trennen?

Ja, du kannst verbundene Apps von der Personal Intelligence-Funktion trennen oder personalisierte Empfehlungen vollständig deaktivieren. Allerdings löscht das Trennen nicht unbedingt Informationen, die Google zuvor im Suchverlauf gespeichert hat.

Zeigt Google weiterhin keine Werbung zu sensiblen Themen?

Richtig, Google zeigt keine Werbung basierend auf sensiblen Kategorien wie Rasse, sexueller Orientierung, Religion oder Gesundheit. Diese Einschränkung gilt auch nach der Aktualisierung der Datenschutzrichtlinie.

In welchen Ländern ist Personal Intelligence verfügbar?

Die App-Verbindung ist auf Nutzer ab 18 Jahren in unterstützten Ländern beschränkt. Unterstützte Länder umfassen keine EU-Mitgliedstaaten, das Vereinigte Königreich oder die Schweiz.